Einladung zur Tagung „800 Jahre Annweiler“ am 17. und 18.9.2019

Die Stadtrechtsverleihung für Annweiler durch den Staufer Friedrich II. am 14. September 1219 dient als thematischer Angelpunkt der Tagung. Zunächst wird die Stadtrechtsverleihung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei werden unter anderem die Urkunde selbst, die Bedeutung des Münzrechts, das Stadtrecht im regionalen Kontext sowie das ungewöhnliche Patrozinium Annweilers näher untersucht. In einem zweiten Schritt wird die Geschichte Annweilers im zeitlichen Verlauf thematisiert, zunächst als Reichsstadt, dann ab 1330 als Pfandschaft der Pfalzgrafen bei Rhein. In weiteren Vorträgen steht die Wandlung des Verhältnisses von Burg Trifels und Stadt Annweiler vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert im Mittelpunkt.

Veranstalter: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz; Historisches Seminar, Universität Münster; Institut für  Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, Universität Heidelberg; Institut für  pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern; Trifelsfreunde e.V.

Tagungsort: Gemeindehaus der protestantischen Kirche, Kirchgasse 6 in Annweiler am Trifels
Organisation vor Ort: Trifelsfreunde e.V.
Anmeldung unter: info@trifelsfreunde.de



Programm der Tagung


Dienstag, 17. Sept. 2019
13.00: Grußwort des Stadtbürgermeisters Benjamin Seyfried
13.05-13.30: Jan Keupp, Münster: Einführung. Ein Königsdiplom als Knoten im Geschichtsgewebe

I. Teil: Das Privileg von 1219 − konzentrische Erkundungen
13.30-14.15: Christian Friedl, München: Eine Königsurkunde für Annweiler – diplomatische Perspektiven
14.15-15.00: Sebastian Steinbach, Heidelberg: libris denarium Anewilre − Die Münzprägung Annweilers im Kontext der staufischen Währungslandschaft am Oberrhein

Kaffeepause

15.30-16.15: Gabriel Zeilinger, Kiel: König − Recht − Stadt. Annweiler und die Stadtgeschichte des Südwestens um 1200
16.15-17.00: Benjamin Müsegades, Heidelberg: Neue Fragen zu einem alten Problem. Das Patrozinium der Pfarrkirche St. Fortunata in Annweiler

Öffentlicher Abendvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion
18.00-18.30: Kai-Michael Sprenger, Mainz: Rheinland-Pfalz – Ein Stauferland? Zur Verortung der staufischen Geschichte in der rheinland-pfälzischen Erinnerungskultur
18.30-19.30: Podiumsdiskussion: Der Umgang mit dem staufischen Erbe
Beteiligte: Marcus Ehrgott, Trifelsverein; Dr. Angela Kaiser-Lahme, GDKE; Prof. Dr. Jan Keupp, Universität Münster; Dr. Sabine Klapp, IPGV; Hans Reither, Trifelsfreunde; Dr. Kai-Michael Sprenger, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Gemeinsames Abendessen der Vortragenden


Mittwoch, 18. Sept. 2019

II. Teil: Diachrone Erkundungen
9.00-9.45: Gerold Bönnen, Worms: Annweiler als Reichsstadt
9.45-10.30: Stefan Holz/Jörg Peltzer, Heidelberg: Annweiler als Stadt der Pfalzgrafen

Kaffeepause

11.00-11.45: Jürgen Keddigkeit, Kaiserslautern: Asymmetrische Symbiosen? Burg und Stadt im Wandel: 1200-1700
11.45-12.30: Bernd Carqué, Heidelberg: Romantik und Reichsherrlichkeit. Bau- und bildkünstlerische Sichtweisen am Trifels und darüber hinaus

Mittagessen

14.00-14.45: Fabian Link, Frankfurt: Der Trifels und Annweiler im Kontext nationalsozialistischer Kulturpolitik
14.45-15.00: Jörg Peltzer, Heidelberg: Schlussworte