Vortrag über „Kaiserslautern und das Ende der Kurpfalz (1792-1798)“

Bestand: Stadtarchiv Kaiserslautern

Bestand: Stadtarchiv Kaiserslautern

Am Mittwoch, 8. November, ab 19 Uhr referiert Dr. Bernd Klesmann, Leiter des Stadtarchivs und Stadtmuseums Kaiserslautern, im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6, über das Ende der Zugehörigkeit der Pfalz und von Kaiserslautern zur Kurpfalz (Eintritt frei). Die Kriege des revolutionären Frankreich gegen die verbündeten Monarchien Europas ab dem Frühjahr 1792 bedeuteten für Kaiserslautern und die Pfalz das Ende einer Epoche: Nach schweren und wechselvollen Kämpfen endete die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur Kurpfalz mit der Schaffung des Départements Donnersberg (Mont-Tonnerre) im Frühjahr 1798. Im Vortrag sollen Hintergründe, Ablauf und Auswirkungen dieser einschneidenden Veränderung dargestellt und erläutert werden. Statt der bereits intensiv erforschten militärischen Aspekte des Geschehens werden besonders die politischen und sozialen Dimensionen im Mittelpunkt stehen. Neben einigen wenig bekannten Dokumenten der französischen Überlieferung bieten die bisher nur oberflächlich erschlossenen Ratsprotokolle der Stadt Kaiserslautern reiches Material zum besseren Verständnis der historischen Zäsur am Ende der alteuropäischen Gesellschaftsordnung. Bernd Klesmann studierte Mittelalterliche und Neuere Geschichte in Bonn und im französischen Brest und promovierte 2004 an der Universität Zürich mit einer Arbeit zum europäischen Völkerrecht der Barockzeit. 2015 folgte seine Habilitationsschrift zur Vorgeschichte der Französischen Revolution (über die sogenannte „Notabelnversammlung“ in Versailles 1787). Seit Oktober 2016 ist er Leiter von Stadtarchiv und Stadtmuseum Kaiserslautern.