Vom „Spiel der Throne“ bis zum Beginn der Glaubensspaltung – Kurpfalz und Zweibrücken vom 14. bis frühen 16. Jahrhundert

Von wachsender kurpfälzischer Macht, der Residenz Heidelberg und König Ruprecht

Aus dem Haus Wittelsbach sollten im Spätmittelalter zwei Herrscher die deutsche Krone tragen, wobei es für den Vertreter der rheinischen Linie „nur“ die Königs- und nicht die Kaiserkrone werden sollte. Sein bayerischer Vorgänger hatte da mehr Glück. Nach dem Tod Rudolfs von Habsburg litt das spätmittelalterliche Reich um 1300 wieder einmal unter Thronkämpfen und Instabilität, in welche die Häuser Nassau, Habsburg und Luxemburg  verstrickt waren und deren Folgen auch in die Kurpfalz ausstrahlten. Dort hatten sich die beiden Söhne des verstorbenen Pfalzgrafen Ludwig II. zerstritten: Rudolf I. suchte stets die Allianz der Feinde seines ehrgeizigen Bruders Ludwig, der zuerst auf Seiten Habsburgs gestanden hatte, dann aber mit dessen Herzog Friedrich dem Schönen in Konflikt um die Nachfolge Heinrichs VII. geriet. Ludwig vermochte sowohl den Kampf gegen den verhassten Bruder als auch den Gegenkönig für sich zu entscheiden, wurde 1314 als Ludwig IV. der Bayer König und, Jahre später, auch Kaiser. Rudolf I. hatte auf alle Regierungsansprüche verzichten müssen. Der zurückliegende Bürgerkrieg und die drängende Frage, wie die Besitzungen in Bayern und der Pfalz verwaltet werden sollten, führten den Wittelsbachern die realpolitische Notwendigkeit einer präzisen Festlegung der jeweiligen Einflusssphären vor Augen. Der Hausvertrag von Pavia 1329 teilte das bayerische Herzogtum nun endgültig auf die beiden Zweige des Geschlechts auf: Kaiser Ludwig behielt Oberbayern und den Raum Regensburg, wohingegen seine pfalzgräflichen Neffen Rudolf II. und Ruprecht I. sowie deren Neffe Ruprecht II. die Kurpfalz und die Oberpfalz erhielten. So blieb die territoriale Einheit der rheinischen Kurlande gewährleistet, das Recht der Königswahl sollte künftig zwischen der pfälzischen und bayerischen Linie abwechseln.[1]

Die europaweit wütende Pestepidemie raffte 1349 auch in den pfälzischen Landen  Unzählige dahin. Da die Menschen den Ursprung der mörderischen Krankheit nicht kannten, musste, neben der transzendenten Erklärung, es handele sich um eine Strafe Gottes, noch ein konkreter Sündenbock herhalten, dem man die Schuld in die Schuhe schieben und praktischerweise noch als wirtschaftlichen Konkurrenten ausschalten konnte: die Juden. In Speyer kam es zu schweren Verfolgungen, viele Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden ermordet, der Rest aus der Stadt gejagt, erst vier Jahre später kehrten die ersten zurück. Die Speyerer Bürgerschaft hatte zuvor von dem Luxemburger Kaiser Karl IV. einen Freispruch für das Massaker erhalten. Im gleichen Jahr wie die Pogrome erfuhr die Pfalzgrafschaft bei Rhein, als Kurfürstentum ohnehin schon in der A-Liga der Reichsterritorien, eine zusätzliche Aufwertung. Kaiser Karl heiratete Anna, die Tochter Rudolfs II. und sichert sich damit die politische Unterstützung des Pfalzgrafen. Nach dem Tod Rudolfs – er fand seine Grablege in der Neustadter Stiftskirche – herrschte Ruprecht I. von 1353 bis 1390 alleine.[2]

Abb. 1: Stiftskirche Neustadt, Deckenmalerei Chorpolygon; links: König Ruprecht I., Elisabeth von Hohenzollern; rechts: Pfalzgraf Ludwig III. und Blanca von England; Mitte: Christus als Weltenrichter flankiert von Maria und Johannes dem Täufer (Foto: Matthias Untermann)
Abb. 1: Stiftskirche Neustadt, Deckenmalerei Chorpolygon; links: König Ruprecht I., Elisabeth von Hohenzollern; rechts: Pfalzgraf Ludwig III. und Blanca von England; Mitte: Christus als Weltenrichter flankiert von Maria und Johannes dem Täufer (Foto: Matthias Untermann)

Unter ihm festigte die Kurpfalz ihre starke Stellung am Oberrhein, griff auf Germersheim, Kaiserslautern und Zweibrücken aus. Bei den sich abzeichnenden Spannungen zwischen südwestdeutschen Fürsten und Städten vermochte der Pfalzgraf in der Heidelberger Stallung zunächst noch zu vermitteln. Als aber schließlich doch der Städtekrieg ausbrach, griff auch er zu den Waffen und besiegte die Truppen von Worms, Speyer und Germersheim. Ruprecht baute das rechtsrheinische Heidelberg mit seinem Schloss gezielt zur kurpfälzischen Residenzstadt aus. Das beinhaltete natürlich auch eine kultuspolitische Besserstellung: 1386 kam es zur Gründung der Universität, die nach Prag und Wien erst die dritte im gesamten Heiligen Römischen Reich war. Die Ruperto Carola erwarb sich schnell den Ruf eines Zentrums des Humanismus. Zu diesem Ruf in krassem Widerspruch steht aus unserer heutigen Sicht die Tatsache, dass der Universität der staatlich geraubte Besitz der mittlerweile aus den pfalzgräflichen Landen vertriebenen Juden übertragen wurde. Ruprecht II., der mittlerweile seinen Onkel Ruprecht I. als Landesherr beerbt hatte, machte hier seinem Beinamen „der Harte“ alle Ehre. In seine Regentschaft fällt auch der Beginn des Baus der Heidelberger Heiliggeistkirche, die den Kurfürsten als Grablege dienen sollte. Der Sohn, der ihm und seiner Frau, Beatrix von Sizilien-Aragon, geboren wurde, sollte allerdings zu noch höheren Weihen berufen werden als sein Vater.[3]

Abb. 2: Grabplatte König Ruprechts I. und seiner Frau Elisabeth von Hohenzollern-Nürnberg in der Heidelberger Heiliggeistkirche (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Fotoarchiv, Foto: Arnim Weischer)
Abb. 2: Grabplatte König Ruprechts I. und seiner Frau Elisabeth von Hohenzollern-Nürnberg in der Heidelberger Heiliggeistkirche (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Fotoarchiv, Foto: Arnim Weischer)

Um also die Namensmonotonie zu komplettieren, müssen wir uns noch dem bedeutendsten der drei pfälzischen Ruprechte zuwenden: Ruprecht I., als Pfalzgraf noch III., Vater von neun Kindern, sollte als einziger pfälzischer Wittelsbacher im Mittelalter die deutsche Königskrone erringen. Seine Frau Elisabeth stammte aus dem Haus Hohenzollern-Nürnberg. Ruprechts Wahl erfolgte 1399  aus der Unzufriedenheit der Reichsfürsten mit der Regierung König Wenzels heraus. Sie stand insofern unter keinem guten Stern, als dass Frankfurt am Main als traditionelle Wahl- und Krönungsstadt dem neuen Monarchen den Einzug verweigerte. Notgedrungen musste die Kür auf dem Königsstuhl bei Rhens, südlich von Koblenz, stattfinden, hier konnte Ruprecht vor allem auf die Unterstützung der drei geistlichen Kurfürsten bauen. Durch seine Wahl rückte die Kurpfalz als königliche Hausmacht erneut ins Zentrum der Reichspolitik und vermochte Gebiete im Elsass erwerben, gleichzeitig hatte sie aber auch enorme finanzielle Lasten zu schultern. Mit dem Aufbau einer modernen Kanzlei, geführt von dem Speyerer Bischof Raban von Helmstatt und dem respektierten Juristen Job Vener brachte der König die Verwaltung seiner Lande zwar voran. Im gesamten Reich konnte er sich allerdings keine wirkliche Geltung verschaffen, was nicht zuletzt daran lag, dass er sich schnell mit seinem einstigen Förderer, dem Mainzer Erzbischof, über Territorialangelegenheiten zerstritt. Im Großen Abendländischen Schisma ein Parteigänger Roms und Gegner Avignons, suchte sich Ruprecht wie all seine Vorgänger in der Ewigen Stadt baldmöglichst zum Kaiser krönen zu lassen. Sein Italienzug, auf dem ihn u. a. der Dichter Oswald von Wolkenstein begleitete, geriet jedoch zum Desaster: Es fehlte an Geld, es fehlte an Männern! Gegen die Truppen Mailands erlitt der König eine Niederlage, dazu verweigerten ihm weitere Städte wie Florenz und Venedig die Gefolgschaft. Am Ende war seine Position unhaltbar geworden, er musste wieder über die Alpen zurückziehen und die erhoffte Kaiserkrönung war ins Wasser gefallen.

Zurück in Deutschland sah er sich dem maßgeblich von Kurmainz, der Markgrafschaft Baden und Grafschaft Württemberg initiierten Marbacher Bund gegenüber, dessen Bedrohung Ruprecht aber sowohl mit raffinierter Diplomatie als auch der Hilfe Kurkölns und Straßburgs politisch ausmanövrieren konnte. Er setzte wie schon sein Vater die Förderung der Heidelberger Universität fort die auf ihn zurückgehende Einrichtung des Heiliggeiststifts diente der Alimentierung der als Stiftsherrn fungierenden Professoren. Seine Politik den Juden gegenüber war zynisch-pragmatisch: Hatte er ihrer Vertreibung zu Pfalzgrafenzeiten noch zugestimmt, hatte er sie nun per Judenregal als König zu schützen, allerdings nicht ohne sich diesen Schutz gut bezahlen zu lassen. Der Wittelsbacher starb 1410 in Oppau, sein und seiner Gattin Grab finden sich noch heute in der Heidelberger Heiliggeistkirche.[4]

 

Von der „Geburt“ Pfalz-Zweibrückens, Friedrich dem Siegreichen und dem Dämmern der Frühen Neuzeit

Nach König Ruprechts Tod wurden seine Lande bei Erhalt des Kerngebiets der Pfalzgrafschaft auf seine vier Söhne aufgeteilt, der älteste wurde als Ludwig III. neuer Kurfürst der Heidelberger Linie. Ludwig, ein Gefolgsmann und Wähler des Luxemburger König Sigismunds, machte sich als dessen Vertreter auf dem Konzil von Konstanz einen Namen. Er stimmte 1415 für die Verurteilung und Verbrennung des böhmischen Reformators Jan Hus und war maßgeblich an Verhandlungen zur Überwindung des Großen Schismas beteiligt. Neben dem Herrschaftsantritt Ludwigs legte die Erbteilung aber ebenso den Grundstein zur Entstehung der neben der Kurpfalz wichtigsten pfälzischen Herrschaft in Spätmittelalter und Früher Neuzeit: dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Die Zweibrücker Grafschaft, ursprünglich im Besitz der Grafen von Saarbrücken, war zuvor bereits an die Familie der Veldenzer übertragen worden. Da der Prinz Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken 1410 Anna von Veldenz geheiratet hatte, fiel ihr Erbe automatisch an ihn. Die neue Herrschaft präsentierte sich wie die Kurpfalz gerade in ihren Anfängen als territorial zersplittert – Schloss Veldenz an der Mosel gehörte zu ihrem Besitz, Ländereien im Hunsrück bei Simmern, im Westrich Zweibrücken, Kusel, Lauterecken und Meisenheim, im Pfälzer Wald und der Vorderpfalz der Trifels samt Annweiler und die Umgebung von Bergzabern. Mit den Zweibrücker Verwandten sollte der Heidelberger Kurlinie bald ein veritabler regionalpolitischer Rivale erwachsen und das in Zeiten, wo an den südlichen Grenzen ihres Territorium auch von anderer Seite Gefahr drohte: 1444 musste Kurfürst Ludwig IV. die Söldnerhaufen der Armagnaken („arme Gecken“) zurückschlagen, die von den westlichen Schlachtfeldern des Hundertjährigen Krieges ins Elsass und Oberrheingebiet eingefallen waren – er setzte sich erfolgreich durch und vermochte seine Gebiete zu vergrößern.[5]

Abb. 3: Kurfürst Friedrich I. der Siegreich von der Pfalz (1425 - 1476), um 1500, Öl auf Holz; unbekannter Künstler, mittelrheinischer Kopist (Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg)
Abb. 3: Kurfürst Friedrich I. der Siegreich von der Pfalz (1425-1476), um 1500, Öl auf Holz; unbekannter Künstler, mittelrheinischer Kopist (Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg)

Letzteres ließ sich in noch größerem Maße über den Bruder des jung verstorbenen Ludwig sagen, der als eine der wichtigsten pfalzgräflichen Herrschergestalten in die kurpfälzische Geschichte eingehen sollte: Friedrich I. genannt der Siegreiche. 1449 war er als Vormund für seinen kleinen Neffen Philipp eigentlich nur als Verweser eingesetzt, sicherte sich aber die Macht auf Lebenszeit, indem er erklärte, zugunsten Philipps künftig auf die Ehe und damit die Option eines eigenen Nachfolgers verzichten zu wollen. Dieser juristische Schachzug blieb allerdings äußerst kontrovers, Kaiser Friedrich III. erkannte ihn und damit die Kurwürde Friedrichs nie an.

Abb. 4: Herzog Ludwig I. der Schwarze von Zweibrücken und Veldenz (1423 - 1489), Öl auf Leinwand; unbekannter Künstler (Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg)
Abb. 4: Herzog Ludwig I. der Schwarze von Zweibrücken und Veldenz (1423 – 1489), Öl auf Leinwand; unbekannter Künstler (Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg)

Vier Jahre nach dem Regierungsantritt des neuen Kurfürsten brach die erste von vier Fehden mit Pfalz-Zweibrücken unter seinem Herzog Ludwig dem Schwarzen aus. Der kurpfälzische und der Veldenzer Löwe stritten sich damals um die Erbfolgeregelung für die Zweibrücker Besitzungen im Kuseler Land – im Fall einer rein männlichen Erbfolge wären die betreffenden Lehen bei Erlöschen der Blutlinie wieder an Heidelberg gefallen. Herzog Ludwig war nicht der einzige Feind Friedrichs I., der einer Koalition gegenüberstand. Ihr gehörten noch die Grafen von Leiningen an, in deren Erbstreit sich der Kurfürst eingemischt hatte, um diverse ihrer Dörfer übernehmen zu können, außerdem der Mainzer Erzbischof.

Doch trotz der Übermacht war man Friedrichs Feldherrentalent nicht gewachsen. Er schlug Ludwig und seinen Alliierten Graf Emich von Leiningen mehrfach bei der Belagerung Bergzaberns, den Schlachten von Pfeddersheim und Seckenheim, schließlich bei der Belagerung Meisenheims. Auch bei der Stiftsfehde um den Mainzer Bischofssitz mischte der Heidelberger mit und wurde in ihrem Verlauf sowohl vom Papst exkommuniziert als auch von Friedrich III., mit dem er sich zudem noch über die Landvogtei von Weißenburg stritt, mit der Acht belegt. Am Ende der Kämpfe setzte sich der Kurfürst in den 1470ern beinahe an allen Fronten durch: Zweibrücken verlor Sobernheim, Böckelheim an der Nahe, Monzingen, Wachenheim und Burgen rechts des Rheins an den Sieger, Mainz musste auf ursprünglich kurpfälzische Lehen im Wormsgau verzichten, dazu kamen leiningische Eroberungen. Unter Friedrich I. befand sich die Kurpfalz als Regionalmacht des Oberrheins auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer politischen und auch kulturellen Macht – denn an den Höfen des „Siegreichen“ und dessen Nachfolgers Philipps des Aufrichtigen blühte der Renaissance-Humanismus auf, fanden sich angesehene Scholastiker und Theologen wie Mathias Ramung, Johannes Trithemius, Johannes Reuchlin und Johannes Oecolampad ein.[6]

Bis zur Jahrhundertwende hatte sich die Kurpfalz gegenüber ihren regionalen Mitbewerbern erst einmal eine Vormachtstellung und einen vordergründig gesicherten Status in einer sich rasant verändernden Zeit. Während des 15. Jahrhunderts ging das Mittelalter langsam aber sicher seinem Ende entgegen: Gegen die verkrustete Hierarchie, den Prunk und den Ablasshandel der bereits vom Schisma geschwächten alten Kirche erhob sich nicht nur unter Gelehrten und Theologen europaweit ein wachsendes Murren, langsam aber sicher verlor die römische Kurie auch immer mehr den Bezug zur Lebenswirklichkeit der einfachen Menschen. Einen weiterer Faktor auf dem Weg in die Frühe Neuzeit stellt der gesellschaftliche Bedeutungsschub der Städte in allen Belangen dar: im Wirtschafts- (Handel, Manufakturen) und Bildungssektor (Eröffnung der ersten pfälzischen Lateinschule in Landau 1432), als Arena kulturellen Austausches (bis 1500 Wettbewerb der Städte um die Austragung von prestigeträchtigen und finanziell lukrativen Ritterturnieren) und Zentrum einer sich revolutionierenden und verdichtenden Kommunikation (Standorte der neuerfundenen Druckerpresse).[7]

Selbst Städte, die nicht unter die Reichsunmittelbarkeit fielen, suchten sich, wie beschrieben, auch durch Koalition und Krieg/Aufstand, der Bevormundung ihrer Landesfürsten zu entziehen. In deren Reihen wiederum waren nur die mächtigsten und vermögendsten, wie z. B. die pfälzischen Kurfürsten, die Grafen von Leiningen oder die (Erz)Bischöfe von Trier, Mainz und Speyer, in der Lage, sich den Zeichen der Zeit anzupassen. Das betraf auch in entscheidendem Maße die Weiterentwicklung des Kriegswesens und der Militärtechnik. Das einem veralteten Ehrenkodex und überholten Angriffstaktiken folgende Rittertum bestand in der Schlacht immer weniger gegen moderne, „schmutzig“ kämpfende Söldnertruppen. Diese spezialisierten sich, bewaffnet mit Armbrust und Pike, schnell darauf, die schwer gepanzerten Reiter aus dem Sattel zu schießen oder zu heben und ihnen dann, wenn sie am Boden wie ein hilfloser eiserner Käfer zappelten, den Rest zu geben. Der wirkliche Quantensprung vollzog sich seit dem 13. Jahrhundert aber durch das Aufkommen der Feuerwaffen und Artillerie, die nach und nach sowohl jede Rüstung als auch Burgmauer durchschlugen. Entsprechend versuchten Landesherren, die es sich leisten konnten, ihre nun gotisch konstruierten Burgen gegen die neuartigen Kanonen immer mehr zu verstärken. Dies geschah durch den Bau massiver Rondelle, die nun ihrerseits Schießscharten und Artilleriestellungen beherbergten so auf der Kästenburg, später das Hambacher Schloss, auf Burg Nanstein bei Landstuhl, der Hardenburg bei Bad Dürkheim, der Madenburg bei Eschbach oder Burg Neudahn. Ein solcher Wettlauf war allerdings angesichts der immer furchterregenderen Feuerkraft der Artillerie langfristig nicht zu gewinnen.[8] Mit der politischen, ökonomischen und militärischen Gesamtentwicklung konnten die aus dem Niederadel stammenden „armen Ritter“ immer weniger konkurrieren, verloren ihre Lehen und gerieten gegenüber Hochadel und prosperierenden Städten unweigerlich ins Hintertreffen. Viele suchten sich im Ausrauben von Handelsreisenden und feindlichen Parteien eine neue Einnahmequelle. Auf Reichsebene reagierte man auf das Problem der Raubritter mit der schrittweisen Begrenzung des Fehderechts, was schließlich 1495 in den Erlass des Ewigen Landfriedens durch Kaiser Maximilian I. mündete. Wenn solche Maßnahmen dem Raubrittertum letztlich auch das Wasser abgruben, verschwand dieses nicht über Nacht, wie seine berühmten Vertreter des frühen 16. Jahrhunderts Götz von Berlichingen und für die Pfalz Franz von Sickingen bewiesen.

 

Vom Landshuter Erbfolgekrieg und der ersten Phase der Reformation in der Pfalz

Die Kurpfalz verspielte zu Beginn des 16. Jahrhunderts ihren bis dato knapp vierzig Jahre anhaltenden Hegemonialstatus durch ein fatales militärisches Abenteuer, das Philipp der Aufrichtige und sein Sohn Ruprecht in eindeutiger Überschätzung ihrer Kräfte vom Zaun brachen: den Landshuter Erbfolgekrieg. In diesem Waffengang versuchten die rheinischen Wittelsbacher, ihren Machtbereich nun auch auf die Lande des bayerischen Familienzweiges auszudehnen. Hintergrund war der Tod Georgs des Reichen, Herzog von Niederbayern aus der Landshuter Linie, der keinen männlichen Erben hinterlassen, dafür aber seine Tochter Elisabeth mit Pfalzgraf Ruprecht verheiratet hatte. Für das Erlöschen der männlichen Linie existierte eigentlich eine klare Vertragsregelung, nach der Georgs Territorium mit dem des Herzogtums Bayern-München hätte vereinigt werden sollen. Das aber hätte wiederum die Herrschaftsambitionen von Elisabeth und Ruprecht zunichte gemacht. Letzterem gelang es, auch die Unterstützung seines Vaters Philipp für die nun durchgeführte Aktion zu gewinnen: Kurpfälzische Truppen besetzten 1504 im Handstreich Landshut, was umgehend die Kriegserklärung Herzog Wilhelms IV. von Bayern-München auslöste.

Zwar konnten die pfälzischen Aggressoren auf die Hilfe des französischen und böhmischen Königs sowie des Markgrafen von Baden zählen. Gegen die Koalition, die sich ihnen nun sowohl auf heimischem als auch bayerischem Boden entgegenstellte, hatten sie auf Dauer aber keine Chance. Für den bedrängten Wilhelm ergriffen König Maximilian I. (ab 1508 Kaiser), der Schwäbische Städtebund, der Landgraf zu Hessen, der Herzog von Braunschweig, außerdem die Leininger und Veldenzer Grafen Partei. Während Maximilian in die Ortenau eingerückt war, verheerten die Truppen Emich von Leiningens und Alexanders von Pfalz-Veldenz die kurpfälzischen Lande, das öffentliche Leben am Heidelberger Hof kam weitgehend zum Erliegen. Niederlage und Tod von Elisabeth und Prinz Ruprecht, die ihre Söhne Ottheinrich und Philipp zurückließen, brachten schließlich die Entscheidung. Im Frieden von Köln 1505 verlor die Kurpfalz die Ortenau und elsässischen Besitzungen, musste darüber hinaus zwei Burgen an die Veldenzer abtreten und enorme Reparationen zahlen. Damit war letztlich wieder der Territorialstand um 1400 hergestellt. Allerdings hätte es für Philipp den Aufrichtigen noch schlimmer kommen können, wenigstens vermochte er den Kernbestand seiner Territorien noch zu erhalten. Die Prestige- und Vormachtstellung der mittelalterlichen Kurpfalz in Südwestdeutschland hatte man jedoch unwiderruflich eingebüßt. Den erwähnten Enkeln Philipps wurde als Abfindung immerhin eine neue Herrschaft mit Gütern an der oberen Donau, in Franken und der Oberpfalz überlassen: die Pfalzgrafschaft Pfalz-Neuburg.[9]

Abb. 5: Lucas Cranach der Ältere, Martin Luther 1528 (Veste Coburg)
Abb. 5: Lucas Cranach der Ältere, Martin Luther 1528 (Veste Coburg)

 

Nach Kriegsende sollten der Region nur wenige Jahre der innenpolitischen Konsolidierung bleiben, bis eine welthistorische Zäsur die Karten neu mischen und für das Reich und Europa eine folgenschwere Entwicklung einleiten würde. Einige der wichtigsten Etappen dieses Prozesses sollten in der Pfalz und Rheinhessen stattfinden. 1517 brachte Martin Luther mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche die Reformation ins Rollen, die sich 2017 zum fünfhundertsten Mal jährt. Der Augustiner kritisierte den päpstlichen Ablasshandel und den seit Jahrhunderten beanspruchten Primat Roms bei der Auslegung der Heiligen Schrift. Einzig die Bibel und das Vorbild Jesu, so eine zentrale These Luthers, seien verbindliche Glaubensinhalte für Christen, nicht die von der Kurie geprägten Traditionen und Konzilsbeschlüsse. Dies stellte praktisch die Legitimität der gesamten Kirchenhierarchie mit dem Papst an der Spitze in Frage – es handelte sich nicht nur um religiöses, sondern um politisches Dynamit! Rom strengte umgehend einen Ketzerprozess gegen den abtrünnigen Mönch an, der im Reich bald um sein Leben fürchten musste. Luther fand beim sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen Asyl und publizierte dort weiter, während sich in der Pfalz seine Lehre überraschend schnell verbreitete. 1518 hatte der Reformator im Heidelberger Augustinerstift bei einer Disputation zwar nicht die dort etablierten Theologieprofessoren, dafür aber viele Studenten wie Martin Bucer oder Johannes Brenz überzeugt, die sich später zu ihm bekennen sollten. Zu den weiteren Marksteinen der frühen Reformation in der Pfalz wurden dann die Reichstage zu Worms 1521 und Speyer 1529. In Worms hatte sich Luther vor Kaiser Karl V. und den Reichsständen für seine Thesen zu verantworten. Deren ultimative Forderung zu widerrufen lehnte er mit Berufung auf die Heilige Schrift und sein Gewissen ab, wobei die später geflügelten Sätze „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir.“ so wohl nie gefallen sind. Auf Luthers Entschluss hin ächtete der Kaiser ihn und seine Lehre im Wormser Edikt. Nur acht Jahre später gab es unter den in Speyer versammelten Reichsständen bereits keine religiöse Eintracht mehr, weshalb ihre Vertreter, geführt vom hessischen Landgrafen, als „Protestanten“ gegen das Wormser Edikt mobil machten.[10]

In der Zwischenzeit war eine Menge passiert, was die alten Gewissheiten der Menschen grundlegend erschüttert hatte – in Sachen Religion, Gesellschaftskonflikten und Politik. Viele Charakteristika der Reformation bündelten sich auf dem Terrain der Pfalz wie unter einem Brennglas. 1522 hatte Luther seine deutsche Bibelübersetzung abgeschlossen, welche dank Gutenbergs Buchdruck beim Volk rasche Verbreitung fand und das Fundament für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache legte. Just im gleichen Jahr war in Landau eine der ersten lutherischen Stadtgemeinden des Reiches gegründet worden. Angesichts des Zulaufs der neuen Lehre in seinem Land verfolgte Kurfürst Ludwig V. einen religionspolitischen Schlingerkurs. Einerseits hatte er Luther in Heidelberg geduldet, sich offen gegenüber innerkirchlichen Reformforderungen gezeigt und auch die Einführung des Laienkelchs unter seinen Untertanen erlaubt. Andererseits war er selbst katholisch geblieben, hatte er doch nach dem Desaster des Landshuter Krieges alles daran gesetzt, sich mit den altgläubigen Mächten, sprich dem habsburgischen Kaiser und den bayerisch-wittelsbachischen Verwandten ins Einvernehmen zu setzen. Weniger Vorbehalte plagten dagegen seinen Namensvetter Herzog Ludwig II. von Pfalz-Zweibrücken, der Luther offen bewunderte und dem aus Pforzheim geflohenen Reformator Johannes Schwebel Asyl gewährte. Ab 1533 führte sein Bruder Ruprecht von Pfalz-Veldenz die Reformation in seinen Landen offiziell ein.

Abb. 6: Hieronymus Hofer, Franz von Sickingen, Kupferstich, um 1520 (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)
Abb. 6: Hieronymus Hofer, Franz von Sickingen, Kupferstich, um 1520 (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)

 

Landesfürsten und Rittertum erkannten neben dem spirituellen schnell auch das machtpolitische Potential der Reformation. Ein rebellischer Ritter namens Franz von Sickingen sollte nicht nur seinem Lehensherren Ludwig V. einige Probleme bereiten. Sickingen, der nach dem Wormser Reichstag Luther Asyl auf der Ebernburg angeboten und mit Hilfe Götz von Berlichingens bereits Fehden mit den Städten Worms und Speyer ausgefochten hatte, setzte sich wiederum 1522 an die Spitze des Landauer Bundes, der die südwestdeutschen Reichsritter vereinte. In seiner neuen Position träumte er jetzt davon, die Reformation gewaltsam ins Erzstift Trier zu tragen, weshalb er die Sickingische Fehde gegen den dortigen Erzbischof entfesselte. Dieser Feldzug sollte sich allerdings schnell als fataler Fehler herausstellen, denn neben dem Trierer Kurfürsten sah er sich nun auch den Truppen des Pfalzgrafen und des Landgrafen von Hessen gegenüber. Jene drängten ihn zurück und schlossen ihn am Ende auf seiner Burg Nanstein bei Landstuhl ein, wo er bei der Belagerung tödlich verwundet wurde. Die Söhne Sickingens erhielten 1542 die zunächst von der Kurpfalz vereinnahmte, von ihrer Ausdehnung beachtliche Herrschaft Landstuhl (u. a. Bann, Kindsbach, Hauptstuhl) wieder von der Kurpfalz zurück und bauten das zerstörte Nanstein wieder auf. Die Hochphase der Freiherren von Sickingen hielt allerdings nicht lange an, ihr Territorium sollte massiv unter den kommenden Kriegen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts leiden und trotz späten Aufstiegs zur Grafschaft die Französische Revolution nicht überleben.[11]

Abb. 7: Peter Brauchle, Bronzeplastik „Trauretten Bauern“ (Traurigen Bauern) in Landau-Nußdorf 2002 zum Gedenken an den pfälzischen Bauernkrieg (basierend auf einem Entwurf Albrecht Dürers für eine Gedächtnissäule des Bauernkriegs – Foto: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4lzischer_Bauernkrieg#/media/File:Trauretten_Bauern.jpg – Stand: 14. 12. 2016)
Abb. 7: Peter Brauchle, Bronzeplastik „Trauretten Bauern“ (Traurigen Bauern) in Landau-Nußdorf 2002 zum Gedenken an den pfälzischen Bauernkrieg (basierend auf einem Entwurf Albrecht Dürers für eine Gedächtnissäule des Bauernkriegs – Foto: Bodo Klecksel 2007, https://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4lzischer_Bauernkrieg – Stand: 13.2.2017)

 

Hatte Kurfürst Ludwig V. also eine Gefahr gebannt, braute sich nur drei Jahre später erneutes Unheil zusammen. Von den Zeichen der Zeit beflügelt, brach 1525 in Südwestdeutschland der große Bauernkrieg aus und die Pfalz bildete einen seiner zentralen Schauplätze. Die Bauern setzten sich gegen überhand nehmende Frondienste und immer ruinösere Abgaben der Fürsten zur Wehr, sie pochten auf die Gültigkeit althergebrachten Gewohnheitsrechts und forderten den Beibehalt ihrer Weide- und Holzrechte. Schnell eskalierte die Situation: Marodierende Bauernhaufen waren über den Odenwald und das Nordelsass auch in die Ämter Germersheim und Kaiserslautern vorgedrungen. Die alte pfalzgräfliche Verwaltungsstadt Neustadt hatte ihnen sogar die Tore geöffnet was der Landesherr später als rebellischen Akt durch die vorübergehende Entziehung des Stadtrechts streng ahnden sollte. Etwas zurückhaltender blieb der Landauer Rat, dem es erfolgreich gelang, zwischen fürstlichen Loyalitätserwartungen und den vor seinen Toren lagernden Bauern zu lavieren, was ihm später die Huld Ludwigs bewahrte. Das konnte allerdings nicht verhindern, dass sich die Bauern des Nußdorfer Haufen, an den Klöstern der Umgebung schadlos hielten – wie bei Hornbach oder Eußerthal der Fall. Kurzzeitig im strategischen Nachteil, musste Ludwig V. mit ihnen verhandeln. Als er seine Truppen jedoch mit denen des Schwäbischen Bundes vereinigte, schlug für die Bauern die letzte Stunde. Selbst nicht militärisch geschult und ausgerüstet, hatten sie gegen schwer bewaffnete, kampferprobte Berufssoldaten nicht den Hauch einer Chance. So geriet die Schlacht von Pfeddersheim am 23. Juni 1525 zu einem regelrechten Massaker: um die 800 Bauern, die sich am Ende bereits ergeben hatten, wurden von der kurpfälzischen Kavallerie niedergemacht.[12]

Ein weiteres zentrales Charakteristikum der sich vollziehenden Reformation bildete in den protestantischen Territorien die Auflösung der Klöster und das Übergehen ihrer Güter in die weltliche Verfügungsgewalt sprich die Säkularisation. Unter Kurfürst Friedrich II. kam es 1551 zur Übertragung des Klosterbesitzes u.a. der Prämonstratenserabtei Münsterdreisen, der Dominikanerinnenabtei St. Lambrecht bei Neustadt sowie der Zisterzienserinnenkonvente Weidas und Daimbach an die Universität Heidelberg. Interessanterweise hatte der Papst diesem Schritt  zugestimmt, weil Friedrich die laut Kirchenrecht notwendigen Taxen gezahlt hatte, und weil sich der Kurpfälzer, trotz persönlichen Empfangs des Laienkelchs, wie schon sein Vorgänger gescheut hatte, die Reformation offen in seinem Staat einzuführen. Auch Friedrich II. trieben politische Motive, erst wenige Jahre zuvor hatte Kaiser Karl V. die protestantischen Reichsstände im Schmalkaldischen Krieg besiegt und sie gezwungen, sich für Erste der langfristig wenig überzeugenden Zwischenlösung des Augsburger Interims anzuschließen.[13] In dieser Atmosphäre schien ein vorzeitiges evangelisches Hervortreten wenig ratsam und in der ersten pfälzischen Herrschaft standen die Zeichen erst einmal auf Abwarten.

Christian Decker

 

Anmerkungen

[1] Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 184. Holzfurtner: Wittelsbacher, S. 72f.

[2] Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 184; Peltzer: Ränge der Pfalzgrafen, S. 56 u. 66.

[3] Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 188-190; Rödel: Ruprecht II., S. 89; Schwarz: König Ruprecht, S. 267

[4] Schwarz: König Ruprecht, S. 261-271; Holzfurtner: Wittelsbacher, S. 305f.

[5] Herrmann: Staatsbildung, S. 21-24; Holzfurtner: Wittelsbacher, S. 307-310; Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 191.

[6] Herrmann: Staatsbildung, S. 23-25; Fuchs: Philipp der Aufrichtige, S. 383; Holzfurtner: Wittelsbacher, S. 311-313.

[7] Vgl. Bruckner: Landau während des Bauernkrieges, S. 58; Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 197.

[8] Keddigkeit: Burgen in der Pfalz, S. 207-209.

[9] Holzfurtner: Wittelsbacher, S. 315f.; Staab: Pfalz im Mittelalter, S. 195f.; Schaab: Geschichte der Kurpfalz. Bd. 1, S. 213-219.

[10] Kohnle: Kurpfalz, S. 61; Erbe: Frühe Neuzeit, S. 302.

[11] Bruckner: Landau während des Bauernkrieges, S. 58; Erbe: Frühe Neuzeit, S. 298f.; Himmighöfer/Möller: Briefe an Luther, S. 177; Schauder: Freiherren von Sickingen, S. 393f.

[12] Schaab: Geschichte der Kurpfalz. Bd. 2, S. 17-19; Kohnle: Kurpfalz, S. 57-59.

[13] Winkelmann: Urkundenbuch Heidelberg. Bd. 1, Nr. 1875, S. 255; Hornschild: Steine des Klosters Weidas, S. 59; Kohnle: Kurpfalz, S. 62-65.

 

Literatur

Bruckner, Harald: Rat und Bürgerschaft in der freien Reichsstadt Landau während des Bauernkrieges 1525, in: Pfälzer Heimat (67, Heft 2), 2016, S. 57-62. (Bruckner: Landau während des Bauernkrieges)

Erbe, Michael: Frühe Neuzeit – Die Pfalz vom Zeitalter der Reformation bis zum Jahrhundert der Aufklärung, in: Rothenberger, Karl-Heinz/Scherer, Karl u.a. (Hg.): Pfälzische Geschichte. Bd. 1, (Beiträge zur pfälzischen Geschichte; 18.1), 3. erw. Aufl., Kaiserslautern 2011, S. 296-321. (Erbe: Frühe Neuzeit)

Fuchs, Peter: Philipp der Aufrichtige, in: Neuere Deutsche Biographie. Bd. 20, Berlin 2001, S. 382f. (Fuchs: Philipp der Aufrichtige)

Herrmann, Hans-Walter: Das Jahrhundert der Staatsbildung, in: Glück-Christmann, Charlotte (Hg.): Die Wiege der Könige – 600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, Landesausstellung im Stadtmuseum Zweibrücken 29.8.-14.11.2010, Zweibrücken 2010, S. 21-37.  (Herrmann: Staatsbildung)

Himmighöfer, Traudel/Möller, Lenelotte: Huttens Briefe an Luther – Darstellung und kommentierte Übersetzung, in: Diehl Peter/Imhoff, Andreas u.a. (Hg.): Wissensgesellschaft Pfalz – 90 Jahre Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften; 116), Ubstadt-Weiher/Heidelberg u. a. 2015, S. 175-194. (Himmighöfer/Möller: Briefe an Luther)

Holzfurtner, Ludwig: Die Wittelsbacher – Staat und Dynastie in acht Jahrhunderten, Stuttgart 2005. – (Holzfurtner: Wittelsbacher)

Hornschild, Wilhelm: Die Steine des Klosters Weidas, in: Alzeyer Geschichtsblätter (20) 1986, S. 48-72. – (Hornschild: Steine des Klosters Weidas)

Keddigkeit, Jürgen: Burgen in der Pfalz, in: Rothenberger/Scherer (Hg.): Pfälzische Geschichte. Bd. 1, Kaiserslautern 2011, S. 203-210. (s. Eintr. Erbe) (Keddigkeit: Burgen in der Pfalz)

Kohnle, Armin: Kleine Geschichte der Kurpfalz, (Regionalgeschichte – fundiert und kompakt), 1. aufl., Leinfelden-Echterdingen 2005. (Kohnle: Kurpfalz)

Peltzer, Jörg: Der Rang der Pfalzgrafen bei Rhein – Die Gestaltung der politisch-sozialen Ordnung des Reichs im 13. und 14. Jahrhundert, (RANK: Politisch-soziale Ordnungen im mittelalterlichen Europa; 2), Ostfildern 2013. (Peltzer: Rang der Pfalzgrafen)

Rödel, Volker, „Ruprecht II., der Jüngere, der Harte“, in: Neue Deutsche Biographie. Bd. 22, Berlin 2005, S. 289f. (Rödel: Ruprecht II.)

Schaab, Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Bd. 1: Mittelalter; Bd. 2: Neuzeit, Stuttgart/Berlin u.a. 1988/1992. (Schaab: Geschichte der Kurpfalz. Bd. 1 und 2)

Schauder, Karlheinz: Die Freiherren/Grafen von Sickingen, in: Rothenberger/Scherer u.a.: Pfälzische Geschichte. Bd. 1, Kaiserslautern 2011 (s. Eintr. Erbe), S. 393f.

Schwarz, Jörg: König Ruprecht von der Pfalz (1400-1410) und Königin Elisabeth, in: Wieczorek, Alfred/Schneidmüller, Bernd u.a. (Hg.): Die Wittelsbacher am Rhein – Die Kurpfalz und Europa. Bd. 1: Mittelalter, Begleitband zur 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, hg. von den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und der Stiftung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, (Publikationen der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, 60), Regensburg 2013, S. 261-271. (Schwarz: König Ruprecht)

Staab, Franz: Die Pfalz im Mittelalter, in: Rothenberger/Scherer u.a. (Hg.): Pfälzische Geschichte. Bd. 1, Kaiserslautern 2011, S. 127-201. (s. Eintr. Erbe) (Staab: Pfalz im Mittelalter)

Winkelmann, Eduard: Urkundenbuch der Universität Heidelberg. Bd. 1, Heidelberg 1886. (Winkelmann: Urkundenbuch Heidelberg. Bd. 1)